Roger Wehrli Fotografie


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Lissabon

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Das kleine Portugal war bis zum Sturz der Diktatur 1974 eine Kolonialmacht. Erst nach der Nelkenrevolution wurden die afrikanischen Kolonien in die Freiheit entlassen. Doch besonders Angolaner emigrierten in grosser Zahl nach Lissabon, um den Wirren des Bürgerkriegs zu entkommen.
Das bitterarme Portugal hatte den Afrikanern jedoch nicht viel zu bieten. Zwar verbesserte sich die Situation des Landes ein wenig, als Portugal der EU beitrat. Der kleine Aufschwung hatte zur Folge, dass noch mehr Migranten aus den ehemaligen Kolonien ins Land kamen. Die meisten Neuankömmlinge liessen sich am Stadtrand nieder, wo sie aus Blech und Pappe ihre Hütten bauten oder in Hausruinen unterkamen.
Die so entstandenen Ghettos tragen Namen wie Quinta do Mocho oder Quinta Grande und suchen im westlichen Europa ihresgleichen.


© Roger Wehrli