Reportage
Pensione ItaliaDie Schwarz - Weiss - Fotografien von Roger Wehrli sind schmerzend, traurig und bitter wie die Klagelieder der Emigranten, und sie folgen aufeinander wie die Perlen eines Rosenkranzes in den knorrigen Händen der Frauen aus dem Süden. Giorgio Conte 128 Seiten mit 52 s/w Abbildungen Mit einem Text von Gerold Späth Euro 32.- / CHF 48.- ISBN 978 - 3 - 7165 - 1599 - 0 |
L`Aquila nach dem BebenDas Erdbeben vom 6. April 2009 in den Abruzzen dauerte 23 Sekunden. 295 Menschen kamen dabei ums Leben. Gegen 30 000 Personen leben seither in Zelten. Die Innenstadt von L`Aquila ist vollkommen abgeriegelt. 80% der Schulen in der Region sind beschädigt oder zerstört. |
Hotel Scuol Palace |
GenuaDer Hafen ist noch immer der Motor, das Quartier gleich dahinter die Seele der Stadt. Schon fast aufgegeben, ist das Leben dorthin zurückgekehrt. |
Konfisziertes MafialandEin Gesetz aus den neunziger Jahren macht es möglich, sämtlichen Besitz verurteilter Mafiosi zu konfiszieren. So wurden beispielsweise die riesigen Ländereien des Capo Totò Riina aus dem sizilianischen Corleone dem Staat zugeführt. Dieser verpachtete das Land an die Cooperative "Lavoro e non solo", welche dort nun Weizen und Biowein anbaut. Die meisten Mitarbeiter stammen aus dem Ort und lassen sich von den ohnehin immer seltener werdenden Drohungen der enteigneten Mafiafamilien nicht einschüchtern. Die Macht der "Cosa Nostra" bröckelt. |
PalermoIn Palermos Altstadt pulsiert das Leben. Aber an den barocken Gemäuern nagt unerbittlich der Zahn der Zeit. |
Torrera
Ana Infante ist eine der ganz wenigen Frauen, die in den spanischen Arenen gegen Stiere kämpfen. Die furchtlose Madrilenin hat sich weder durch Verletzungen noch durch die sinkende Popularität des Stierkampfes von ihrem Weg abbringen lassen. |
Addio PizzoAuch wenn der Pizzo (die Schutzgelderpressung eines jeden auch noch so kleinen Geschäfts) heute einen unbedeutenden Anteil am Umsatz der Mafia ausmacht, halten die Clans in ihren Revieren eisern daran fest. Wer den Pizzo verweigert, lebt gefährlich. Das Repertoir der Einschüchterung reicht vom Anzünden des Autos über das Demolieren des Geschäfts bis zum Mord. In der Vereinigung "Addio Pizzo" unterstützen sich Geschäftsinhaber gegenseitig in ihrer Weigerung, sich vom organisierten Verbrechen erpressen zu lassen. |
Secondos in der RSDurch die Zuwanderung aus aller Welt ist die Bevölkerung der Schweiz in den letzten Jahrzehnten bunter geworden. Seit sich viele Zugewanderte einbürgern liessen, verändert sich auch das Gesicht des Militärs, da die Kinder der Migranten, die Secondos, der Dienstpflicht nachkommen müssen. |
Lissabon
Das kleine Portugal war bis zum Sturz der Diktatur 1974 eine Kolonialmacht. Erst nach der Nelkenrevolution wurden die afrikanischen Kolonien in die Freiheit entlassen. Doch besonders Angolaner emigrierten in grosser Zahl nach Lissabon, um den Wirren des Bürgerkriegs zu entkommen. |